MMM - Messner Mountain Museum
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MMM Firmian
Sigmundskronerstr. 53
I - 39100 Bozen
Tel. +39 0471 631264
Fax +39 0471 633884
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Schloss Sigmundskron

Die Burg thront auf einem Porphyrausläufer des Mitterbergs über dem Zusammenfluss von Etsch und Eisack. Sigmundskron war immer eine besondere Burg: eine der ältesten Südtirols, mit ihren bis zu fünf Meter dicken Mauern ein frühes Zeugnis der Festungsbaukunst. Die ersten geschichtlichen Erwähnungen unter dem Namen „Formicaria“ (später „Formigar“) stammen aus dem Jahre 945. Kaiser Konrad II. übergab diese 1027 dem Bischof von Trient. Im 12. Jahrhundert wird die Burg Ministerialen übergeben, die sich von da an „von Firmian“ nennen. Um 1473 kauft der Landesfürst von Tirol, Herzog Sigmund der Münzreiche, die Burg, lässt sie zu einer Festung ausbauen und benennt sie um in Schloss Sigmundskron. Von der alten Burg Formigar bleiben nur noch bescheidene Reste übrig, die größtenteils auf dem höchsten Punkt des Festungsterrains gelegen sind. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten muss Sigmund die Burg bald darauf verpfänden. In der Folge verfällt die Anlage immer mehr. Ende des 18. Jahrhunderts gehört die Burg den Grafen Wolkenstein, 1807 bis 1870 den Grafen von Sarnthein, danach bis 1994 den Grafen Toggenburg.

Das Schloss ist ein wichtiges politisches Symbol für die Südtiroler: 1957 fand hier unter der Führung von Silvius Magnago die größte Protestkundgebung in der Geschichte des Landes statt. Über 30.000 Südtiroler versammelten sich in der Burganlage, um gegen die Nichteinhaltung des Pariser Vertrages zu protestieren und eine eigenständige Autonomie zu fordern ("Los von Trient"). Vor kurzem wurde das Schloss bzw. die Ruine von der Autonomen Provinz Bozen erworben. Im Weißen Trum des Schlosses befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte von Sigmundskron.