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Am 26. Juni 2009 wurden die Dolomiten zu den bestehenden 176 Stätten des UNESCO Weltnaturerbes gereiht.
Für mich geht damit ein langer gehegter Wunsch in Erfüllung. Diese Anerkennung ist aber gleichzeitig eine große Verpflichtung. Wir müssen die Dolomiten jetzt mit neuen Augen sehen: als andauernder Prozess der Schöpfung und als immensen Reichtum für die Menschheit. Diesen Dolomiten verdanke ich die schönsten Erlebnisse meines Lebens.
Die Entscheidung, im spanischen Sevilla gefallen, betrifft „die wohl schönsten Berge der Welt“. Ihre Aufnahme in die Liste des Weltnaturerbes verdanken die Dolomiten ihrer einzigartigen geologischen Entstehungsgeschichte, ihrer Unverwechselbarkeit, ihrem Schutz. Vor 250 bis 50 Millionen Jahren als Korallenriffe im Urmeer Tethys gebildet, stehen die „bleichen Berge“ als schroffe Felstürme über einer weiten Almlandschaft. Ihre geologischen Zeugnisse über unsere Erdgeschichte und ihre aufregende Erschließungsgeschichte machen die Dolomiten zu einem beispiellosen Lehrraum. Die Schönheit der Dolomiten-Landschaft ist geprägt von einer einmaligen Dichte spektakulärer Bergmassive, die alle unverwechselbare Formen zeigen. In Südtirol wurden sechs Naturparks in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen: die Bletterbachschlucht, der Naturpark Trudner Horn, der Naturpark Puez-Geisler, der Naturpark Schlern-Rosengarten-Latemar, der Naturpark Fanes-Sennes-Prags, der Naturpark Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen. Im Veneto sind es das Gebiet rund um Pelmo und Croda da Lago, das Gebiet zwischen Cadore, Zoldano und Ampezzo, im Trentino die Marmolada sowie die Pale di San Martino und die Brenta-Dolomiten; weiters die Friulaner Dolomiten und das Oltre Piave als östlicher Teil in den Provinzen Pordenone und Udine.
Reinhold Messner
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