Schloss Bruneck
Schloss Bruneck wurde im fernen Jahr 1250 vom Brixner Fürstbischof Bruno von Kirchberg (1250−1288) erbaut. Das Schloss wird im Jahre 1271 erstmals als „Castrum Bruneke“ genannt. Ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde dann zu Füßen des Schlossbergs die Stadt Bruneck erbaut, die dann 1333 erstmals als Stadt bezeichnet wird. Unter Fürstbischof Albert von Enn (1324−1336) wurden das Schloss und die Befestigungsanlagen stark ausgebaut und miteinander verbunden. Vier Stadttore, die Stadtmauer und der Graben sind um diese Zeit entstanden. Weitere prägende Umbauarbeiten erfolgten unter Fürstbischof Ulrich Putsch (1427-1437), der den Bergfried aufstocken und mit einem Spitzdach versehen ließ. Auch der Wohntrakt wurde ausgebaut, da der Bischof längere Zeit auf dem Schloss weilte, um dem Schwarzen Tod zu entgehen, der damals in Brixen wütete. Beträchtliche Schäden trug das Schloss 1460 davon, als es von Herzog Sigmund (Herr von Schloss Sigmundskron, heute MMM Firmian) belagert wurde, da sich Kardinal Nikolaus Cusanus (1450-1464) dort verschanzt hatte. Unter Bischof Georg Golser (1464- 1488), dem Nachfolger des Cusanus, wurden diese Schäden repariert und die Befestigungsanlage – aus Angst vor den Türken – ausgebaut. In den Folgejahren nutzten Bischöfe die Burg immer wieder als Residenz. 1825 wurden die Räumlichkeiten an die Stadt verpachtet, um als Kaserne und Gerichtsgefängnis Verwendung zu finden. Die Pflege der Burg wurde in jenen Jahren stark vernachlässigt und sie verfiel zusehends. Unter Fürstbischof Simon Aichner (1884-1904) wurde die Burg dann gründlich saniert. Ab 1969 wurden die Säle und Kammern der Burg zu Klassenzimmern für diverse Schulen umfunktioniert. In den vergangenen Jahren fanden auf Schloss Bruneck Ausstellungen, Musikveranstaltungen und Sommerakademien statt. Im Jahr 2004 kaufte die Stiftung Südtiroler Sparkasse den mittelalterlichen Bau und überließ die Nutzung der Stadtgemeinde Bruneck.
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