Museum

Das Museum in den Wolken: Dauerausstellung

Die vertikale Welt

Im Herzen der Dolomiten, zwischen Pieve di Cadore und Cortina d‘Ampezzo, erhebt sich der Monte Rite (2181 m). Von seinem Gipfelplateau aus eröffnet sich ein Rundblick von 360° auf die spektakulärsten Dolomitengipfel: Monte Schiara, Monte Agnèr, Monte Civetta, Marmolata, Monte Pelmo, Tofana di Rozes, Sorapis, Antelao, Marmarole. Es verwundert daher nicht, dass das MMM Dolomites das Thema Fels behandelt. Das Museum im alten Fort ist der Erschließungsgeschichte der Dolomiten gewidmet, die anhand jener Forscher und Kletterer, die mit ihren Entdeckungen und Erstbegehungen alpine Geschichte geschrieben haben, erzählt wird.
Das Herzstück des Museums bildet eine große Galerie einmaliger Dolomiten-Bilder von der Romantik bis heute. Zwischen den Gemälden öffnen sich Fenster mit einem fantastischen Blick auf die Gipfel draußen. 250 Millionen Jahre alte Claraia-Muscheln und weitere Fossilien erinnern daran, dass die Dolomiten einst Korallenstöcke in einem tropischen Meer gewesen sind.

Fort Monte Rite: Historie & Sanierung

Fort Monte Rite

Der Monte Rite im Cadore ist ein besonderer Berg und für die Strategen des beginnenden 20. Jahrhunderts war er die ideale Position für die italienische Verteidigung gegen den österreichischen Kaiser Franz Josef und seine Truppen. 1912-14 wurde daher auf dem Monte Rite ein Fort gebaut. Der Erste Weltkrieg kam und das solide Gebäude hielt Sprengungen der jeweils okkupierenden Mächte in seinen Festen stand, bot Unterschlupf für die Partisanen und diente nach dem Zweiten Weltkrieg als Magazin für die Dorfbevölkerung. 1998 entdeckte Reinhold Messner den Monte Rite. Das Fort hat damit einen neuen Inhalt bekommen: Das MMM Dolomites ist im „Jahr der Berge”, zu dem die UNO das Jahr 2002 ausgerufen hatte, eröffnet worden.

Vom Fort zum Museum

Die verfallene Anlage wurde umfassend renoviert und mit modernen Anbauten ergänzt: So wurden anstelle der ehemaligen Geschütze auf den Rotationskuppeln gläserne Dachaufsätze in unregelmäßigen Kristallformen angebracht – ist doch der Kristall das charakteristische Element des Dolomits. Enzo Siviero und Paolo Faccio, die beiden mit der Planung beauftragten Architekten aus Padua, wollten so viel von den alten Bauteilen und Materialien wie möglich wieder- und weiterverwenden. Auf diese Weise wurden die ursprünglichen Baukörper wiederhergestellt und die nötigen Ergänzungen klar und bewusst davon abgesetzt.