Museum

Im End‘ der Welt: Dauerausstellung

Gletscherwelten

Das Museum in Sulden am Ortler ist auf 1900 m gelegen, unterirdisch angelegt und dem Thema Eis gewidmet. „Im End der Welt” ist in der Anich-Karte von 1774 der Ferner am Ortler bezeichnet, unter dem das Museum steht. Im MMM Ortles erzählt Reinhold Messner von den Schrecken des Eises und der Finsternis, von Schneemenschen und Schneelöwen, vom White Out und dem dritten Pol. Die weltweit größte Sammlung von Ortler-Bildern sowie Eisgeräte aus zwei Jahrhunderten sind zu sehen. Skilauf, Eisklettern, Polfahrten werden hier thematisiert. Der Besucher geht förmlich in den Berg hinein, kann sich ein Bild machen von Eisgebirgen, Arktis und Antarktis, von der Kraft der Lawinen und der Mühe der Künstler Eis darzustellen. Draußen ist das Eis real und daneben, im Yak&Yeti, gibt es neben Südtiroler Gerichten auch Yakfleisch-Spezialitäten. Wer auf der Suche nach einer Unterkunft ist, ist im Messner Mountain Biwak goldrichtig.

Die drei Pole – Nordpol, Mount Everest (auch Ostpol genannt) und Südpol – stehen symbolisch für das Ende der Welt. Das Ende im Norden, das Ende nach oben, das Ende nach Süden. An all diesen Orten liegt Schnee, es ist kalt dort und meist stürmisch. Als Prestigeziele aber sind diese Fluchtpunkte menschlicher Eitelkeit unübertrefflich. Obwohl es nichts als ungemütlich dort ist.Reinhold Messner

Architektur

Einer Gletscherspalte gleich

Mit dem Architekten Arnold Gapp hat Reinhold Messner ein einzigartiges Museum geschaffen, denn das MMM Ortles ist in einem eigens dafür entworfenen Neubau untergebracht. Der Vinschger Architekt hat den Großteil des Museums in einen kleinen Hügel hineingeschoben – gleich neben dem alten Bauernhof Messners, der den Gasthof Yak & Yeti beherbergt. Über schiefe Ebenen, glatten Eisflächen ähnlich, geht man immer tiefer in die künstlich angelegte Höhle aus sichtbarem Stahlbeton hinein. Einzig der Eingangsbereich und eine gezackte Lichtschachtspalte sind von außen zu sehen. Dieses gezackte Fensterband, das die Decke des Museums durchbricht, erweckt in den Besuchern den Eindruck, selbst in einer Gletscherspalte zu sein. An einer Stelle ist sogar die schneebedeckte Gletscherspitze des Ortlers sichtbar – sie fügt sich wie ein weiteres Gemälde in die Ausstellung ein.